Montbeliarde
Nutzungsrichtung
Das Montbeliarde hat eine gelb bis dunkelrote Fellfarbe auf weißem Grund. Die Farbe variiert ebenso wie die Scheckung von gefleckt bis gedeckt. Typisch für Montbeliarde Rinder sind ein weißer Kopf, ein rosa Flotzmaul sowie helle Klauen und Hornspitzen. Der Kopf kann auch rot gefärbt sein. Die Rinder haben trockene, in der Stärke zum Körperbau passende Gliedmaßen mit festen Klauen und ein breites leicht abfallendes Becken.
Das Montbeliarde ist eine klassische Zweinutzungsrasse für die Milch- und Fleischproduktion. Im Vordergrund der Zuchtarbeit stehen die Verbesserung der Milchleistung, der Fitnessmerkmale und des Körperbaus, wobei die Mastleistung konstant gehalten werden soll.
Ausgewachsene Kühe sollten eine Kreuzbeinhöhe von 135-155 cm, einen Brustumfang von 200-240 cm und ein Gewicht von 600-800 kg erreichen. Die Rinder sind mittel- bis großrahmig, dabei lang, breit und tief und weisen eine stabile und gesunde Kondition auf. Das drüsige Euter ist fest angesetzt und hat einen ebenen Euterboden.
Statistik und Verbreitung
| Region | Anzahl |
|---|---|
| Österreich | 1.215 Tiere |
| Rassenanteil in Österreich | 0,1% |
In Österreich hauptsächlich in Salzburg, Kärnten und Oberösterreich verbreitet, aber auch in den weiteren Bundesländern sind Tiere der Rasse Montbeliarde zu finden.
| Parameter | Wert |
|---|---|
Ø Milchleistung |
8.400 kg – 3,97% F – 3,43% E (305 Tage) |
| Kontrollbetriebe (Herden) | 380 |
Kreuzbeinhöhe (cm, Ø) |
135–155 |
| Gewicht (kg, Ø) | 700 |
| Herdebuchkühe | 630 |
| Ursprung | Montbéliard (Frankreich) |
Historische Entwicklung
Ursprungsgebiet: im französischen Jura und in der Region rund um Montbeliard (F).
Durch die Kreuzung einer französischen Landrasse mit Simmental entstand die Rasse Montbeliarde. Seit 1889 ist die Rasse offiziell anerkannt und breitete sich vorerst in Frankreich aus. Danach wurde die Montbeliarde in viele Länder exportiert und vorwiegend mit anderen Milchviehrassen gekreuzt.