Die Zuchtorganisationen der Brown-Swiss-Rasse aus der Schweiz, Österreich und Deutschland bestreiten gemeinsam zusammen mit dem Förderverein Bioökonomieforschung (FBF) das Forschungsprojekt „Züchterische Minderung von Methanemissionen in kleinen Rinderpopulationen – eine länderübergreifende Flagship Initiative mit Brown Swiss EMBRACE-BS“, das von dem Bezos Earth Fund (BEF) und dem Global Methane Hub (GMH) gefördert wird.
Ziele
Innovative Datenerhebung mit Sniffern
Im Rahmen des Projekts werden umfangreich Phänotypen zur Methanemission erhoben. Die Methanemissionen werden durch Sniffer in kommerziellen Milchviehbetrieben mit automatischen Melksystemen gemessen. Dabei werden auch Gesundheitsdaten und Fütterungsinformationen erfasst sowie Proben vom Pansen-Mikrobiom entnommen, um ein umfassendes Bild der Methanemissionen und seiner biologischen Hintergründe zu gewinnen.
Methanreduktion durch gezielte Zucht
Die im Projekt EMBRACE-BS generierten phänotypische Daten sind eine wesentliche Voraussetzung, um das genetische Potenzial zur Reduzierung von Methanemissionen zu untersuchen. Sie ermöglichen die Schätzung von Erblichkeit und genetischen Korrelationen sowie die Optimierung von Zuchtzielen und Zuchtstrategien. EMBRACE-BS setzt hier an, indem es eine breite Datenerhebung zu Methanemissionen durchführt und diese in genetische Zuchtbewertungen integriert. Die im Projekt gewonnenen Daten dienen als Basis für die Etablierung einer routinemäßigen genetischen Bewertung von Methanemissionen.