Tiertransporte in Österreich unterliegen der EU-Vorschrift zum Schutz von Tieren beim Transport (VO (EG) 1/2005) sowie nationalen Vorschriften. Als Transportdokumente dienen aktuell in der Regel händisch befüllte Papiervorlagen (z.B. bos-Viehverkehrsscheine) oder vorab elektronisch befüllte und dann ausgedruckte Dokumente (z.B. elektronischer Viehverkehrsschein aus der Rinderdatenbank). Das manuelle Befüllen von Papierdokumenten und die darauffolgende manuelle Übertragung von Daten (z.B. am Schlachtbetrieb, bei Versteigerungen, etc.) erhöhen die Gefahr von Fehlern (z.B. Ziffernstürze durch hohen Zeitdruck) und verursachen einen hohen Verwaltungsaufwand (z.B. Mehrfacherfassung von Daten, korrekte Archivierung als Kennzeichnungsnachweis). Das flächendeckende Verteilen der Dokumente nach Aktualisierungen (z.B. aufgrund von Gesetzesänderungen) ist zusätzlich aufwändig und langwierig.
Die Projektpartnerorganisationen aus verschiedenen Sparten der Land- und Fleischwirtschaft wollen gemeinsam die Möglichkeiten für die Umsetzung einer österreichweit einheitlichen und anerkannten digitalen Tierbewegungsdokumentation für die wirtschaftlich relevantesten Tierarten zusammentragen und analysieren. Letztlich soll vom Projektteam die generelle Machbarkeit inkl. dem damit in Zusammenhang stehenden technischen und finanziellen Ressourcenaufwand abgeschätzt werden und jene Unternehmen und Organisationen, die Interesse an einer weiterführenden Mitarbeit/Entwicklung interessiert sind, ausfindig gemacht werden.