Delegation aus der Ukraine
Fachlicher Austausch zur österreichischen Rinderzucht
Ziel der Veranstaltung war es, einen praxisnahen Einblick in die österreichische Rinderzucht sowie die Milch- und Fleischwirtschaft zu vermitteln.
Den Auftakt bildete ein Besuch der RINDERZUCHT AUSTRIA in Wien. Neben einem Überblick über die österreichische Landwirtschaft wurden die Aufgaben der Organisation, ihre Schulungs- und Exportaktivitäten sowie die österreichischen Rinderrassen – insbesondere das Fleckvieh – vorgestellt.
Am Nachmittag stand die Landwirtschaftliche Fachschule Pyhra auf dem Programm. Dort erhielten die Teilnehmer Einblicke in die landwirtschaftliche Ausbildung sowie in moderne Milchviehhaltung mit unterschiedlichen Melksystemen. Auch die Masttauglichkeit männlicher Fleckviehnachkommen wurde anhand des schuleigenen Betriebs anschaulich präsentiert.
Der zweite Veranstaltungstag führte die Gruppe zum Rinderzuchtbetrieb Baumann in Laab im Walde. Im Mittelpunkt standen die Besichtigung der Herde und der Haltungssysteme, moderne Anpaarungsstrategien mit OptiBull, betriebsspezifische Fütterungskonzepte sowie die Vermarktung von Zuchtrindern. Besonders zu hervorheben ist das hohe genetische Niveau des Betriebes. Derzeit werden 100 Fleckviehkühe gehalten und mit zwei Melkrobotern gemolken. Der Stalldurchschnitt lag im Vorjahr bei 12.700 kg Milch pro Kuh und Jahr. Der Betrieb wird mittlerweile vom Geschwisterpaar Carina und Martin Baumann geführt. Die hofeigenen Produkte werden werden direkt Ab-Hof verkauft.
Die Exkursion bot eine gelungene Kombination aus Fachvorträgen und praktischen Betriebsbesichtigungen. Der intensive Erfahrungsaustausch und die gewonnenen Einblicke unterstrichen einmal mehr die hohe Qualität und Innovationskraft der österreichischen Rinderzucht.