| Lukas Kalcher

Usbekistan: ein interessanter Markt für heimische Agrarprodukte

Vom 17. bis 19. November 2025 waren Experten für Veterinärwesen und Tierzucht zu Gast in Österreich, um sich den strukturellen Aufbau der gut organisierten heimischen Landwirtschaft genauer anzusehen.

Am 17. November fand ein Empfang im Haus der Tierzucht statt. AAC-Obmann Sebastian Auernig und Geschäftsführer Hermann Wieser präsentierten das umfassende Angebot heimischer Produkte im Agrarbereich.

Seitens der österreichischen Rinderzucht stellten Geschäftsführer Reinhard Pfleger (FLECKVIEH AUSTRIA) und Lukas Kalcher (RINDERZUCHT AUSTRIA) das österreichische Zuchtsystem sowie das Angebot an heimischer Genetik vor. Über die Möglichkeiten im Bildungsbereich informierte Kathrin Bauer. Die Produktpalette der Firma Schaumann und deren jahrzehntelange Forschungsarbeit im Futtermittelsektor erläuterte Manfred Pfeiffenberger.

Weitere Programmpunkte waren ein Besuch an der VetMedUni Wien, ein Termin im Parlament mit Bauernbundpräsident Georg Strasser sowie die Besichtigung einer Zuchtviehversteigerung inklusive der Besamungsstationen in Bergland bzw. Kagelsberg und der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pyhra.

Usbekistan ist flächenmäßig etwa fünfmal so groß wie Österreich und produziert rund 12 Millionen Tonnen Milch. Das Land hält etwa 14 Millionen Rinder, darunter 5 Millionen Milchkühe. Zum Vergleich: Österreich hält rund eine halbe Million Milchkühe mit einer Milchproduktion von etwa 4 Millionen Tonnen. Der derzeit niedrige Selbstversorgungsgrad bei Milch und insbesondere bei Fleisch könnte für den österreichischen Agrarsektor eine Chance darstellen, Produkte nach Usbekistan zu exportieren.

Quelle: AAC

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