Zuchtrindervermarktung 1. Halbjahr 2025
Zuchtrinderexporte um ein Viertel zurückgegangen
Diese kamen im letzten Quartal 2024 nahezu zum Stillstand. Im ersten Halbjahr 2025 gingen die Exporte um rund ein Viertel (25,8 %) bzw. um 4.359 Stk. zurück. In Summe wurden 12.532 Zuchtrinder exportiert.
Die höchsten Rückgänge verzeichnet die Türkei (-8.535 Stk.), nachdem im 1. Halbjahr des Vorjahres bis zum Ausbruch von BTV noch 8.500 Tiere geliefert werden konnten, diese seitdem aber völlig zum Stillstand gekommen sind. Die Exporte nach Ungarn reduzierten sich um 767 Stk. sowie in die Slowakei um 353 Tiere. Neben veterinären Bedingungen, die das Marktgeschehen beherrschen, haben durchaus die aktuell sehr hohen Preise in der Nutztiervermarktung innerhalb Österreichs Auswirkungen auf den Export. Die stärksten Abnehmerländer des 1. Halbjahres waren Algerien mit 5.754 Stk. und einem Plus von 3.400 Tieren. So wurden nahezu die Hälfte der Tiere in das nordafrikanische Land geliefert. Es folgt Italien mit 3.780 gelieferten Tieren (30,2 %) und die Schweiz mit 742 Tieren.
Versteigerungspreise plus 6,3 %, Ab-Hof-Preise minus 2,7 %
Auf den heimischen Versteigerungen bzw. Ab-Hof-Märkten wurden im 1. Halbjahr 2025 insgesamt 16.734 Zuchtrinder vermarktet, davon gingen 12.532 Tiere, das sind 76,5 %, in den Export. Der gesamte Absatz in der Vermarktung ging im 1. Halbjahr 2025 um rund ein Viertel um 5.700 Tiere zurück. Die Durchschnittspreise bei den Versteigerungen lagen bei 2.637,- und damit 157,- (6,3 %) über den Vorjahrespreisen (ohne Zuchtkälber weiblich). Die Ab-Hof-Preise hielten sich bei 1.872,- und reduzierten sich um 2,7 % bzw. um 52,-.